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Schwerpunkt Kulturanthropologie

Nord-Koreanische Arbeiter gestalten das 'Genocide Memorial' in Namibia's Hauptstadt Windhoek, März 2014 (Foto: Th. Widlok)

Anthropologie beschäftigt sich mit den Menschen in ihren sozialen Beziehungen und ihren kulturellen Bezügen. International finden sich oft unter dem Dach der Anthropologie neben der Kulturanthropologie auch die Sprachwissenschaft, Archäologie, und die Physische Anthropologie als weitere Unterabteilungen. In Deutschland wird die Kultur- und Sozialanthropologie oft als Ethnologie bezeichnet, mitunter auch Völkerkunde/Volkskunde. Im Kölner Institut für Afrikanistik und Ägyptologie bildet die Kulturanthropologie Afrikas einen der drei Studienschwerpunkte neben der afrikanistischen Sprachwissenschaft und der Ägyptologie. Der kulturanthropologische Lehranteil erlaubt den Studierenden in einem direkten Verbund ihre sprachwissenschaftlichen Kenntnisse als eingebettet in soziale und kulturelle Prozesse zu verstehen und somit der engen Verwobenheit von Sprache, Kultur und sozialen Beziehungen in der Lebenswelt besser gerecht zu werden.


Studienschwerpunkt Kultur- und Sozialanthropologie im BA-Studiengang Afrikanistik und Ägyptologie

Ladengeschäft in Naivasha, Kenia, 2015 (Foto: Th. Widlok)

Das Studium der Afrikanistik und Ägyptologie an der Universität zu Köln ist klar strukturiert und erlaubt Studierenden bereits auf BA-Niveau eine deutliche Schwerpunktsetzung. Die Grundlagen bilden ein inhaltliches Basismodul (BM1) und ein methodisches Basismodul (BM4) mit entsprechenden Einführungen in die Ethnologie Afrikas sowie zu ethnographischen Feldforschungsmethoden. Zur Grundausbildung gehören weiterhin zwei Sprachpraxis-Module (BM2 und 3) bei der die Studierenden grundsätzlich die Wahl zwischen Swahili, Bambara, Hausa, Ewe und Ägyptisch haben (zeitweilig ergänzt durch Angebote in anderen Sprachen). Aufbauend auf diese Grundlage kann der Schwerpunkt Kulturanthropologie alternativ zu den Schwerpunkten Linguistik und Ägyptologie gewählt werden. Innerhalb des kulturanthropologischen Schwerpunktes bekommen die Studierenden in einem eigenen Aufbaumodul (AM2) einen vergleichenden Einblick in soziale und kulturelle Prozesse in Afrika sowie in die wichtigsten Debatten und Schlüsselwerke des Faches. Als Ergänzung dazu bieten wir Module an, in denen Studierende neben weiteren Sprachkursen oder Auslandsaufenthalten auch Praktika und Projekte mit kulturanthropologischen Inhalten absolvieren können.

Bei Fragen zum Studienablauf wenden Sie sich bitte an Dr. Angelika Mietzner oder Dr. Kerstin Hadjer, bei Fragen des Auslandsstudiums an Nico Nassenstein, und eine Beratung zu möglichen kultur- bzw. sozialanthropologischen Themen für eine Bachelorarbeit sowie zur Fortsetzung des Studiums auf MA-Niveau erhalten Sie bei Prof. Dr. Thomas Widlok.

 
Kulturanthropologie Afrikas in MA-Studiengängen

Die Universität zu Köln bietet verschiedene Möglichkeiten, das Studium der Kulturanthropologie Afrikas auf MA-Niveau zu vertiefen. Neben dem englischsprachigen Master "Culture and Environment in Africa" besteht die Möglichkeit eines 2-Fach Master (z. B. in der Kombination Ethnologie/Afrikanistik) sowie eines 1-Fach-Master in Afrikanistik und Ägyptologie mit dem Schwerpunkt Kulturanthropologie.

Die kulturanthropologischen Schwerpunkte in Köln sind regional das Sub-Saharische Afrika, insbesondere das südliche Afrika, und inhaltlich Fragen von Wirtschaft und Religion, Kognition, Jäger-Sammler-Studien, Umwelt und gesellschaftlichem Wandel, sowie von innovativen Ansätzen in der Praxistheorie und der ethnographischen Forschungsmethodik.

Informationen erhalten Sie in den Modulhandbüchern (siehe Studiengänge) sowie bei Prof. Dr. Thomas Widlok.

 
Promotion

Aufgrund der Lehrbefugnis der Professoren/Professorinnen im Institut für Afrikanistik und Ägyptologie können Sie bei uns sowohl in "Afrikanistik" als auch in "Ethnologie" promovieren. Eine Liste der laufenden Promotionsvorhaben im Bereich Kulturanthropologie findet sich hier. Als Zweitbetreuer kommen grundsätzlich alle Professoren der Universität zu Köln in Frage und (auf Antrag) auch auswärtige Wissenschaftler. Für kulturanthropologische Themen bietet sich insbesondere eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Ethnologie an sowie in den laufenden großen Forschungsprojekten, an denen die Afrikanistik beteiligt ist.